Pflegeanleitung

 Auf dieser Seite erwarten Sie ausführliche Pflegeanleitungen. Um es etwas anschaulicher zu gestalten haben wir etliche Filme verknipst und unser Chessy hat alles gegeben, dass die Bilder auch wirklich gelingen. Er ist unser Bichon frisé -“Model“.

Das ist Chessy unfrisiert, so sieht er aus, wenn er ca. 3 Monaten nicht geschnitten wurde. Sein Fell ist ungefähr 10cm lang. Ich glaube, man kann sehr gut erkennen, dass sein Fell hier nicht so plüschig aussieht. Viele mögen diese Felllänge, die meisten aber haben lieber den Bichon frisé mit gekürztem Fell, so dass er richtig plüschig aussieht.

Als aller erstes muss ich Chessy gut durchbürsten. Denn wenn er gebadet werden soll, darf keine Verfilzung mehr im Fell sein. Wenn ein verfilzter Hund ins Wasser gesteckt wird, dann lösen sich die Knoten nicht, wie manche annehmen, sondern werden nur noch fester. Auch Shampoo hilft dann nicht. Ein nasser Filz lässt sich kaum lösen. WICHTIG: ALLE FILZE VOR DEM BADEN ENTFERNEN. Kritische Stellen sind hinter den Ohren, an den Beinen, manchmal auch der Bart. Wenn ich nun solch eine Stelle habe, dann nehme ich etwas Babypuder und verteile es auf dieser. Anschließend kann ich es mit einem Kamm leicht heraus kämmen.

Jetzt kann Chessy in die Wanne. Vorsichtig brause ich ihn mit warmem Wasser ab bis sein Fell richtig durchnässt ist. Dann wird er mit einem guten Shampoo eingeschäumt. Wenn das Fell sehr verschmutzt ist, dann wird er zweimal shampooniert. Sehr wichtig ist, dass das Shampoo gut ausgespült wird und wirklich keine Reste im Fell bleiben. Man kann auch noch eine Spülung speziell für sein Fell verwenden, zum Bsp. wenn das Fell sehr kaputt ist. Aber darüber sprechen Sie am Besten mit dem Züchter, bei dem Sie Ihren Kleinen gekauft haben.

Das Handtuch liegt schon bereit und auch Chessy hat seine Augen nur noch in Richtung Handtuch und hops raus aus der Wanne. Wenn er nun die Möglichkeit bekommt sich schütteln zu können, ist das für jeden Bichon einfach herrlich. Nun trockne ich ihn etwas mit dem Handtuch vor.

Mit einem Föhn wird das Fell nun getrocknet. Während des föhnen wird das Fell gebürstet, immer von der Haut weg. So erhält der Bichon frisé sein typisch plüschiges Fell. Geföhnt und gebürstet wird, bis das Fell richtig trocken ist. Das ist wichtig, wenn man es anschließend schneiden möchte. Wird nur so zwischendurch gebadet, dann kann man das Fell ruhig einmal Lufttrocknen lassen. Wenn das Fell trocken ist, muss es aber unbedingt gut durchgebürstet werden.

Ich möchte nun Chessy ´s Fell schneiden und beginne mit dem Rücken. Sein Fell wird auf ca. 3 cm gekürzt. In Gedanken teile ich den Rücken in 3 Teile, 2 davon werden auf 3cm in einer geraden Linie gekürzt und den 3. Teil (Schulter/ Hals Bereich) lasse ich noch lang. Zu den Hinterbeinen schneide ich vom Rücken aus über den Po eine Rundung neben dem Rutenansatz. Bis zum Fesselgelenk schneide ich nun fast einen Winkel, aber Vorsicht, nicht zu kurz schneiden. An der Vorderseite des Fesselgelenkes und an der Rückseite des Kniegelenkes lasse ich das Fell länger, damit die Hinterbeine schön voll aussehen.

Hinter den Schultern schneide ich die Seiten rund. Dann schneide ich das Fell an der Brust kurz. Die Vorderbeine werden geschnitten wie Säulen.

Der Kopf wird schön rund geschnitten. Vom Kopf über den Nacken zum Rücken schneide ich den Bogen, den ich vorhin schon beschrieben habe, noch einmal nach. Der Übergang von den Ohren zum Bart schneidet man mit einer Ausdünnschere. Das Haar zwischen den Augen und über der Nase schneide ich sehr kurz.

Im Nackenbereich muss man nun ganz vorsichtig sein, dort darf das Fell nicht zu kurz werden. Das Fell wird schräg geschnitten, vom Hinterkopf, der bereits geschnitten ist, bis zum Ende des o. g. 2. Teiles der gerade geschnittenen Rückenlinie. Dieser Übergang muss angeglichen werden. Dabei kann sich der Bichon hinsetzen. Die Seiten schneidet man gerade nach oben. Es ist natürlich etwas schwierig dies alles zu beschreiben, aber wenn es Fragen gibt, dann können Sie mir eine E-Mail schicken oder anrufen.

Zur Pflege gehört auch das Schneiden der Nägel. Hier muss man aufpassen, dass man ins Leben schneidet.(Das beginnt da, wo der Nagel rosa wird.) Schwieriger ist es bei schwarzen Nägeln.

Zum Schluss zupfe ich noch die Härchen aus den Ohren. Sauberkeit ist oberstes Gebot. Ich kann nun richtig ins Ohr schauen und es so auch besser sauber halten.